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Zwischen Wind und Vertrauen – unsere erste Nacht vor Griechenland

  • Autorenbild: Barbora
    Barbora
  • 18. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit
Santa Maria di leuca Italien



Von Italien nach Griechenland – unsere erste Nacht vor Anker


Die Nacht im Hafen von Santa Maria di Leuca war ruhig.

Fast unwirklich ruhig, wenn man bedenkt, wie belebt der Ort tagsüber ist.


Der Trubel blieb an Land.

Die Restaurants, die Ausflugsboote, die Stimmen der Touristen – alles spielte sich hinter der Mole ab.

Bei uns: Stille.

Und Erholung.


Santa Maria di Leuca Hafen Italien

Am nächsten Morgen legten wir früh ab.

Noch bevor die Charterboote loszogen, glitten wir in der warmen Morgensonne hinaus aufs Meer.


Die Welle kam seitlich, aber sie war gut zu nehmen.

Auf bessere Bedingungen hätten wir vielleicht warten können – aber es fühlte sich richtig an, jetzt zu fahren.

Der Wind lag bei 10 bis 15 Knoten.

Genau unser Bereich.

Wir setzten die Segel.


Mit uns liefen mehrere Segelboote aus, alle mit dem gleichen Ziel vor Augen: Griechenland.




Wind, Reffs und eine klare Entscheidung


Das Mittelmeer hatte uns wettertechnisch schon oft geprüft.

Und auch diesmal ließ es nicht lange auf sich warten.


Der Wind frischte schneller auf, als angekündigt.

Aber wir waren vorbereitet.

Wir refften früh. Noch bevor die Welle höher wurde.


Nicht aus Angst – sondern aus Erfahrung.


Auf dem Plotter sahen wir, wie einige Segelboote drehten.

Zurück Richtung Hafen.

Der Kurs wurde abgebrochen.


Wir blieben dabei.


Fast 50 Seemeilen lagen vor uns.

Und der Wind blieb – bis kurz vor Griechenland – konstant bei etwa 20 Knoten.

Es war fordernd, aber gut kontrollierbar.

Ein Rhythmus stellte sich ein.


Und dann tauchte sie auf: Othoni.




Ankommen auf Othoni – unsere erste griechische Bucht


Schon die erste Bucht fühlte sich… anders an.

Kristallklares, türkisfarbenes Wasser.

Hohe, goldschimmernde Berge.

Ein kleiner, weißer Strand – nur vom Wasser aus erreichbar.

Fast mystisch.


Bucht zum Ankern auf Othoni - Griechenland

Die Bucht war gut gefüllt, aber wir fanden noch einen Platz.

Zum Abend hin lichtete es sich langsam.

Die Charterboote machten sich auf den Rückweg.

Über Nacht blieben wir fünf Segelboote.


Und mit der Dunkelheit änderte sich die Stimmung.




Die Nacht, in der wir Ankerwache hielten


Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand, kam der Wind zurück.

Nicht gleichmäßig.

Nicht vorhersehbar.


Plötzlich Böen.

Aus unterschiedlichen Richtungen.

Die Boote begannen zu drehen.

Jedes für sich.


Einmal kamen wir dem benachbarten Segelboot beunruhigend nah.

Zu nah.


Bis heute wissen wir nicht genau, was passiert ist.

War es der Wind?

Ist unser Anker gerutscht?

Oder ihrer?

Vielleicht alles zusammen.


Es war das erste Mal, dass wir Ankerwache hielten.

Nachts.

In Griechenland.

In einer Bucht, die uns tagsüber so friedlich erschienen war.


Erst gegen drei Uhr morgens ließen die Böen nach.

Der Wind beruhigte sich.

Und wir schliefen ein.

Tief.

Völlig erschöpft.


Am Morgen sprachen wir noch kurz mit unseren Nachbarn.

Niemand wusste es genau.

Aber alle waren froh, dass nichts passiert war.




Weiter Richtung Korfu – langsamer, neugieriger


Am nächsten Tag stand der Wind perfekt.

Wir setzten unsere Reise fort.


Nicht eilig.

Nicht getrieben.


Unsere entschleunigte Entdeckungsjagd Richtung Korfu begann.


Wir waren neugierig.

Sehr neugierig.


Griechenland kannten wir bereits – vom Reisen mit dem Camper.

Dieses Land hatte uns schon lange in seinen Bann gezogen.

Es nun vom Wasser aus zu entdecken,

Bucht für Bucht,

Wind für Wind,

fühlte sich an wie ein neues Kapitel.


Und wir wussten:

Das hier war erst der Anfang.



Wenn dieser Text etwas in dir berührt hat, darfst du bleiben. Es gibt hier noch mehr davon.







Wenn du mehr vom Wasser willst – nicht als Post, sondern als Brief: hier entlang.


Unsere letzten Tage in Italien waren geprägt von Abschied und Aufbruch.


Leben auf dem Boot – Alltag zwischen Wind und Stille


Unsere Gedanken über Angst beim Segeln haben hier ihren Ursprung.


Damals, als wir noch ganz am Anfang standen…

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