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Palmen, Polizei & die letzte Station vor der Biskaya 🌴⛵

  • Autorenbild: Barbora
    Barbora
  • 18. Nov.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 10 Stunden


Unser Weg Richtung Biskaya – voller Überraschungen, Kontrollen und echter Team-Momente

Unsere Nachtfahrt - Sonnenuntergang auf offene See


Palmen im Hafen – und ein Moment, der uns Auftrieb gab 🌴


In Cherbourg passierte etwas, das uns sofort motivierte:

Palmen.

Echte Palmen.

Direkt am Hafen.


Wir grinsten uns an und dachten: Wenn hier Palmen wachsen, kann der Süden nicht mehr weit sein.

Ein kleiner Anblick, der mehr wirkte als jede Wettervorhersage.




Nächste Nachtfahrt – diesmal ohne Angst


Eine weitere Nachtfahrt lag vor uns.

Aber diesmal fühlte es sich anders an: weniger Angst, mehr Respekt – und das sichere Gefühl:

Wir können das.

Wir sind ein gutes Team.




120 Meilen nach Roscoff – Rückenwind & eine unerwartete Kontrolle 🚤


Ruhiger Start in einen langen Schlag


120 Meilen trennten uns von Roscoff.

Der Wetterbericht versprach leichten Rückenwind – perfekt für eine entspannte Passage.


Um 11 Uhr legten wir ab, damit wir nicht mitten in der Nacht in einem fremden Hafen ankommen.

Die Strömung nahm uns freundlich mit.


Zwischen Guernsey und Jersey glitten wir in die Dämmerung, die See wurde ruhiger, der Wind schlief ein – und wir ließen die Segel einfach stehen.



Plötzlich ein Speedboot – ohne AIS, ohne Ankündigung 😳


Aus dem Nichts tauchte ein Speedboot auf.

Kein AIS, kein Eintrag auf dem Plotter.

Es kreiste zweimal um uns herum, bis der Funkspruch kam:


Wasserschutzpolizei.


Zehn Minuten lang fragten sie uns nach Route, Herkunft und Ziel.

Und wir? Wir funken inzwischen richtig souverän – und waren ein klein wenig stolz. 😄


Danach wurde es still.

Sehr still.

Fast meditativ – genau die Art von Nacht, die man sich auf See wünscht.



der Hafen von Roscoff in dem wir 2 tage übernachteten und getankt haben

Roscoff – französischer Charme & unsere erste Box 🛶🇫🇷

Premiere: Boxen-Anlegen


Am Morgen liefen wir in Roscoff ein – und standen vor unserer ersten echten Box.

Bisher hatten wir immer seitlich angelegt.

Dank klarer Anweisungen des Hafenmeisters lief es am Ende aber wie im Lehrbuch.



Ein Hafen zum Verlieben


Roscoff entpuppte sich als kleines Juwel:

verträumte Gassen, entspannte Menschen, pures französisches Flair.


Wir blieben zwei Nächte.

Ich schnappte mir ein Hafen-Fahrrad, radelte einkaufen – und wir tankten zum ersten Mal unsere Maido voll.

Ein Moment, der sich überraschend wichtig anfühlte.




Weiter nach Brest – Rückenwind & Millimeterarbeit in Camaret 🌬️⚓

Entspanntes Segeln – bis die Technik streikt


Nach zwei Nächten ging es weiter:

64 Meilen bis Camaret-sur-Mer, dem letzten Halt vor der Biskaya.


Hafen von Camaret-sur-Mer wo wir mit Maido auf unsere Überfahrt warteten

Wieder Rückenwind, wieder entspanntes Segeln – inzwischen lief das Prozedere fast automatisch.


Kurz vor Camaret jedoch begannen AIS und Funk zu spinnen.

Perfektes Timing.Nicht.

Wir erreichten den Hafenmeister kaum und fuhren nach Sicht ein – durch eine ultra enge Einfahrt mit vielleicht 20–30 cm Spielraum auf jeder Seite.


Im Hafen schaute der Hafenmeister erstaunt:

„Ähm… eigentlich sind die Katamaran-Plätze außen am Steg.“

Tja. Zu spät.

Wir waren drin. 😅




Die berüchtigte Biskaya – und unsere Entscheidung, nicht allein zu fahren 🌊😬

Drei Tage nonstop – und eine mulmige Vorstellung


Die Biskaya gilt als eines der gefährlichsten Gewässer der Welt. Drei Tage am Stück, kein Hafen, keine Pause.

Das Wetter wäre gut gewesen.

Wir hätten losfahren können.

Doch dann hörten wir, dass Kai mit der Vlie auf dem Weg nach Brest war – und Tommy ebenfalls ein Boot Richtung Biskaya überführte.


Also trafen wir die Entscheidung, die sich sofort richtig anfühlte:

Wir warten.

Wir fahren nicht allein.

Vernunft vor Abenteuer.




Dinghy-Übungen, Grenzbeamte & neue Instagram-Follower 🚤👮📸

Unsere erste Zollkontrolle – direkt am Steg


Während der Wartezeit beschlossen wir, unser Dinghy zu testen. Wir holten es raus, pumpten es auf – und genau in diesem Moment tauchten acht Grenzbeamte auf.

Erste Zollkontrolle unseres Seglerlebens.


Sie durchsuchten die Maido, stellten Fragen, schauten überall rein.

Und je länger sie da waren, desto mehr wurde klar:

Sie fanden uns nicht verdächtig – sondern herrlich verrückt.


„Aus Holland?

Bis in die Türkei?

Mit dem Boot?“


Wir mussten lachen – und hatten danach mehrere neue Instagram-Follower. 😄




Ein kleiner Anfänger-GAU – und ein eiskalter Tauchgang 🥶🔧

Dinghy ins Wasser – YouTube-Tutorial im Kopf – und das Drama beginnt


Motiviert ließen wir das Dinghy ins Wasser, setzten den Motor drauf und banden es hinten an.

Der Plan:

An einer Boje festmachen und mit dem Dinghy entspannt an Land.


Klingt einfach.

War es nicht.


Wir hatten noch nie an einer Boje festgemacht.

Theorie via YouTube: 1A.

Praxis: 5–.


Der Ankerplatz vor Camaret-Sur-Mer wo uns die Leine in den Propeller gelaufen ist

Ein falsches Manöver später war die Dinghy-Leine fest um Maidos Propeller gewickelt.

Motor aus.

Manövrierunfähig.

Stille.


Und eiskaltes Atlantikwasser.


Ich sprang als Erste rein – zwei Versuche, null Erfolg, dafür knallrot und zitternd.

Dann sprang mein Mann – mit Teppichmesser und purer Entschlossenheit.

Nach ein paar Sekunden war der Prop frei. 🎉


Wir retteten uns an einen kleinen Strand, warfen den Anker und verbrachten dort zwei ruhige Tage, bis endlich:

Kai und Tommy einliefen.

Unsere Biskaya-Flotte war komplett.




Und im nächsten Blog?

Die berüchtigte Biskaya – drei Tage nonstop, magische Momente, lange Nächte und ein Reality-Check, der uns für immer prägen wird.


Es wird wild. Versprochen. 🌊✨






Unseren Favorit-Hafen Roscoff in Bildern kannst du hier auf Instagram sehen

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