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❄️Kälte, Chaos, Glücksmomente – unser Start ins Leben auf dem Wasser

  • Autorenbild: Barbora
    Barbora
  • 13. Nov.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 12 Stunden

Blick auf den Hafen von Katamaran Maido in Holland

🌙 Unsere erste Nacht auf Maido – zwischen Stille und Sturm



Der Traum – und die Realität, die vorher erledigt werden musste


Wochenlang hatten wir davon geträumt: endlich auf unserem eigenen Boot schlafen.

Diese Vorstellung war magisch – sanftes Schaukeln, Stille, Freiheit.


Aber bevor wir romantisch träumen konnten, wartete erst einmal ein echter Brocken:

die Elektrik.




⚡️ Ein neues Herz für Maido


Die alten Bleibatterien waren am Ende. Keine Energie, kein Licht, kein Leben an Bord.

Also entschieden wir uns direkt für die große Lösung:

Lithiumbatterien.


lithium batterien in maido nach dem umbau

Zum Glück ist mein Mann Elektriker – und zwar ein richtig guter.

Aber Bootselektrik folgt ihren ganz eigenen Regeln.

Wo im Wohnmobil logische Kabelwege sind, herrscht im Boot: Überraschung.


Trotzdem:

Stück für Stück flossen die ersten Ampere.

Und als die Lampen zum ersten Mal leuchteten, fühlte es sich an, als würde Maido sagen:

„Hallo. Jetzt können wir anfangen.“




🛏️ Unsere erste Nacht – kalt, leise, wunderschön


Wir richteten uns eine kleine Koje her, notdürftig, aber liebevoll.

Draußen: Anfang Dezember.

Nebel.

Kälte.


Ein Hafen wie ausgestorben.

Und dann lagen wir da – Maido atmete leise, alles war still.

Fast zu still.

Und gleichzeitig war es wunderschön.

Wir wussten in dieser Nacht:

Das ist jetzt unser Zuhause.




🎄 Weihnachten auf dem Wasser


Zu Weihnachten kam Besuch:

Dennis, der Sohn meines Mannes.

Plan: gemütlich feiern, im Boot schlafen, entspanntes Fest.

Realität: Sturm, Regen, klappernde Fender – und ein Boot, das die Nacht durchgetanzt hat.


Schlafen?

Keine Chance.

So viel zum „stillen Fest“.

Willkommen im echten Boatlife 😅


Aber statt frustriert zu sein, lachten wir irgendwann über den Lärm.

Wir sagten uns:

„Wenn wir DAS aushalten, halten wir alles aus.“




⚓️ Winterblues, Lehrbücher & Durchhaltevermögen


Während mein Mann weiter an der Technik schraubte, lernte ich:

SBF See, Funkzeugnis, Navigation.

Neue Begriffe, neue Regeln, neue Welt.

Manchmal fühlte es sich an wie eine Sprache, die man im Schlaf lernen muss.

Unser Nachbar Achim brachte mir sogar ein SKS-Buch vorbei.

„Der nächste Schritt“, sagte er und grinste.

Ich nahm es als Zeichen.




❄️ Der Winter meinte es nicht gut


Minusgrade.

Nasse Kleidung.

Atemwolken in der Kabine.

Manchmal war es so kalt, dass wir unsere Flucht in den Camper antreten mussten – einfach um eine Nacht lang nicht zu bibbern.

Aber eine Wohnung?

Nein.


Maido war unser Zuhause.


Also stapften wir jeden Morgen über den schwankenden Steg, Kaffee in der Hand, Werkzeug unterm Arm, bereit für den nächsten Tag zwischen Kälte, Chaos und kleinen Erfolgen.




☀️ März – wenn der Hafen wieder lebt


Nach Monaten der Stille kam endlich Leben zurück.

Die Sonne zeigte sich, Menschen tauchten wieder auf, es wurde geschliffen, gelacht, erzählt.

Wir lernten viele tolle Menschen kennen:

erfahrene Segler, Geschichtenerzähler, Menschen mit salzigen Händen und warmen Herzen.


Unter ihnen:

Marc, später unser Katamaran-Lehrer.

Und Kai, der ruhige Held, der gefühlt jedes Boot im Hafen kennt.

Dann kam die Nachricht:


Maido muss den Steg wechseln.




⚓️ Das große Umparken – 10 Meter, die sich wie ein Ozean anfühlten


Unser Katamaran am Steg in Holland nach dem umparken

Klingt simpel: rechte Seite, linke Seite.

Für uns fühlte es sich an wie:

Atlantiküberquerung in Miniaturform.


Die Sonne schien, aber es war frostig.Kai, Achim und Marc manövrierten entspannt die anderen Boote.


Dann waren wir dran.

Marc kam an Bord, erklärte alles in Ruhe – und dann hieß es:

Leinen los.


Unser Herz schlug wie verrückt.

Jede Bewegung fühlte sich neu und riesig an.

Und dann plötzlich sagte mein Mann:

„Marc… wollen wir vielleicht eine kleine Runde drehen?“

Marc grinst: „Na klar.“




🌊 Unser erstes Mal unter Segeln


12.März 2025.

Fünf Monate nach dem Kauf.

Keine Probefahrt, kein Testlauf.

Jetzt oder nie.


Der Wind stand perfekt.

Marc zog das Vorsegel hoch und sagte nur:


„Motor aus.“

Segeln auf dem Ijselmeer in Holland - Segel von Katamaran Maido

Stille.

Eine magische Stille.

Maido glitt durchs Wasser – getragen vom Wind.

Ich war sprachlos.


Es war unser erster richtiger Segelmoment.

Und alles funktionierte.

Die Kälte war egal.

Dieser Moment war der Beginn von allem.




💨 Steuer in der Hand


Auf dem Rückweg übergab Marc uns das Steuer.

Mein Mann konzentriert, angespannt, ehrgeizig.


„Ihr segelt wunderbar mit fünf Knoten“, sagte Marc.

Mein Mann grinste – bis er sah, wie Fahrradfahrer am Ufer schneller waren.


„Ach du Sch… sogar die Radfahrer sind schneller! Wie sollen wir so 4.000 Meilen schaffen?“

Marc lachte:


„Da liegt noch ganz schön viel Blau vor euch.“


Im Hafen legten wir sicher an – und waren fix und fertig.

Völlig erschöpft.

Überglücklich.

Und zum ersten Mal: wirklich angekommen.




❤️ Fazit: Wir wachsen an jedem Meter Wasser


Diese Wochen waren kalt, anstrengend, chaotisch – aber sie haben uns geprägt.

Wir haben gelernt, gelacht, gefroren, gefeiert.

Und wir wissen heute:

Wir sind bereit für dieses Leben.

Mit allen Höhen und Tiefen.






Wenn du mehr über unsere Reise und unseren Alltag auf Maido erfahren willst, folge uns hier auf dem Blog oder auf Instagram @symaido und auf TikTok @symaido – dort nehmen wir dich mit an Bord. ⚓


Erfahre mehr darüber, wie wir unseren Katamaran ausgebaut haben hier im Blog

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