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Unser großer MAIDO-Umbau: Vom Rohbau-Katamaran zum autarken Zuhause

  • Autorenbild: Barbora
    Barbora
  • vor 3 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Warum wir MAIDO gekauft haben – und warum wir jetzt mehr Werkzeug als Schuhe besitzen


Als wir MAIDO gekauft haben, stand für uns fest:

👉 Dieses Boot wird unser Zuhause.

👉 Dieses Boot wird unsere Freiheit.

👉 Dieses Boot wird… erst mal ein Großprojekt.


Wir entschieden uns bewusst für einen Katamaran, der noch nicht umgerüstet war.

Quasi die „Rohbau-Version“, nur dass es auf dem Wasser schwimmt. Zwei Webasto-Heizungen waren drin – immerhin etwas, das uns nicht direkt angeschrien hat: „Bau mich um!“


Dank unserer Vanlife-Vergangenheit wussten wir:

Elektrik, Energie und ein paar Komfort-Zutaten müssen sitzen, sonst wird das nix mit romantischem Sonnenuntergangsleben-in-der-Bucht.


Also: Werkzeuge raus, Nerven anspannen, YouTube bereit – und los.



Elektrik, Energie & Komfort: Unsere wichtigsten Umbauten


🔋 1. 1200 Ah Lithium – die vier Herzen von MAIDO


Lithium Batterie und Wechselrichter in unserem Katamaran

Wir haben uns für LiFePO4 entschieden – sicher, langlebig und perfekt für Anfänger, die improvisieren, aber nicht explodieren möchten.


1200 Ah, verteilt auf vier Batterien. Wenn eine ausfällt, können wir sie einfach vom Netzwerk abklemmen.


Wie bei Freundschaften: Wenn jemand stresst → einfach raus aus dem System.

Und das Beste: Auch im Holland-Winter, wo die Sonne anscheinend in Elternzeit war, wurden die Batterien jeden Tag voll. Magic.




⚡ 2. DC-DC-Wandler – damit die Motoren endlich mitarbeiten


Die original verbaute Technik lieferte bei Motorstart genau… nichts.

Wir wollten Autarkie, kein AC/DC-Solo.


Die Lösung:👉 Ein DC-DC-Wandler pro Motor.


Jetzt bekommen die Batterien Ladung, egal ob wir motoren oder motoren, als ob wir wissen, was wir tun.




☀️ 3. 1720 Wp Solar – unsere bifaziale Superhelden


Solaranlage auf unserem Katamaran Maido

Wir installierten vier 430 Wp Solarpanels, bifazial.


Das bedeutet:

Die Dinger laden selbst, wenn nur Licht von der Reling reflektiert wird. Vermutlich würden sie auch mit Mondschein etwas machen, wer weiß.


Ergebnis:

Mittags sind wir meistens voll.

Unsere Batterien. Nicht wir. Leider.





🔌 4. 3000W Wechselrichter – unser 220V-Zauberer


Wir wollten unsere Geräte nutzen, ohne nach den Worten „Kompatibel mit 12V?“ zu googeln. Also kam ein 3000W Wechselrichter rein.


Damit laufen bei uns:

  • Föhn

  • Waschmaschine

  • Wasserkocher

  • Kaffeemaschine (Hayris Heiligtum)

  • Optigrill

  • Beamer (weil Kino in der Bucht Pflicht ist)

  • und sogar der Warmwasserboiler (Barboras Heiligtum)


Nicht gleichzeitig, aber wir sind inzwischen Meister im Prioritäten setzen.



Komfort- und Sicherheits-Upgrades, die unser Leben leichter machen


🌬️ 5. Klimaanlage – für Gäste und für unsere Beziehung


16.000 BTU, verteilt auf zwei Kabinen + Salon.

Das bedeutet, dass wir auch bei 35°C im Mittelmeer nachts nicht schmelzen wie Kerzen.


Unsere Gäste lieben es. Wir auch. Und unsere Beziehung profitiert sowieso von guter Temperaturregulierung.




🔋 6. Generator für Notfälle – unser Sicherheits-Schlummerkissen


Wir haben einen kleinen Generator eingebaut.

Und ratet mal?


👉 Wir haben ihn noch nie benutzt.


Aber er gibt das gleiche Gefühl wie ein Schokoriegel im Küchenschrank:

Man braucht ihn nicht – aber gut zu wissen, dass er da ist.




💡 7. Lichter, Stecker & Steckdosen – neues Leben für die Elektrik


Wir haben gefühlt jedes Kabel, jede Sicherung und jedes Lämpchen erneuert.

Beim Bootsausbau gilt:

Wenn du einmal anfängst, hörst du erst wieder auf, wenn du nicht mehr weißt, wie du überhaupt noch Strom hattest.




🚨 8. Gaswarner – weil uns unsere Augenbrauen am Herzen liegen


Sicherheit ist wichtig.

Wir installierten zusätzliche Gaswarner.

Zum Glück haben die noch nie Alarm geschlagen – außer der Optigrill produziert mal eine extra geräuschvolle Rauchwolke.



Innenausbau & Alltag: Was wir noch erneuert haben


🚽 9. Die große Toiletten-Operation – ein echtes „Scheißprojekt“


Badezimmer mit elektrische Toilette in Katamaran nach dem Umbau

Die originale Toilette…

wir möchten nicht darüber reden.


Wir bestellten eine elektrische Toilette, die laut Hersteller perfekt passen sollte.

Spoiler: tat sie nicht.


Hayri, unser bordeigener MacGyver, hat sie passend gemacht.

Dazu neue Rohre, Tanks gereinigt – das volle Programm.


Aus „2–3 Stunden“ wurden natürlich mehrere Tage.


Aber jetzt läuft alles reibungslos.

Und ja: Wir feiern die elektrische Spülung jeden Tag.




🧊 10. Extra Gefrierschrank – das Goldstück


Gefrierschrank und Waschmaschine in Katamaran - Umbau Koje

Langfahrt = Vorräte

Vorräte = Platz

Platz = Gefrierschrank

Kein Drama, kein unnötiges Rationieren mehr.


Ehrlich: Wenn man vier Wochen nicht einkaufen gehen muss, fühlt man sich wie der König der Meere.




🧺 11. Waschmaschine – 6 kg Wahnsinn


Die Waschmaschine reinzubekommen war fast ein eigenes Abenteuer:

Die Tür zur Kabine: 40 cm.

Die Waschmaschine: größer als 40 cm.

Lösung:

Auseinanderschrauben → reinschieben → wieder zusammenschrauben.

Wir haben sie besiegt.



Technik-Lieblinge


📟 13. Cerbo – unser kleiner Bord-Nerd


Cerbo Katamaran Maido Umbau

Der Cerbo ist eines unserer Lieblings-Gadgets.

Ein kleiner Bildschirm, der uns zeigt:

  • Wie viel Strom wir verbrauchen

  • Wie viel wir erzeugen

  • Welcher Verbraucher gerade läuft

  • Wie der Batteriestand ist

  • Ob wir wieder mal den Föhn gleichzeitig mit der Kaffeemaschine benutzen (Spoiler: lieber nicht)


Wir wollen ihn nicht mehr missen.

Wirklich nicht.




Was noch fehlt – und warum wir trotzdem schon autark sind


💧 12. Der Wassermacher fehlt noch – aber er kommt


Auf unserer Wunschliste ganz oben.

Aktuell schaffen wir es zu zweit 3–4 Wochen mit 600 Litern.

Aber ein Wassermacher wäre der heilige Gral der Autarkie.

Bald, bald…


Fazit: Chaos, Fluchen, Lernen – und unbezahlbare Freiheit


Der Umbau war anstrengend.

Manchmal nervig.

Manchmal grandios.

Und immer lehrreich.


Wir haben uns oft selbst im Weg gestanden (Perfektionismus lässt grüßen), aber am Ende haben wir etwas erschaffen, das uns jeden Tag Freiheit schenkt.


Die Freiheit, autark zu sein.

Die Freiheit, länger in Buchten zu bleiben.

Die Freiheit, ohne Marina zu leben.


Und das ist unbezahlbar.



Weiterlesen:


Warum wir mit unserem Katamaran MAIDO in See gestochen sind ▶️👉

Auf der Suche nach unserem Katamaran ▶️👉

Zwischen Zweifel und Vorfreude – unsere ersten Wochen mit MAIDO ▶️👉

5 Fehler, die wir bei der Bootssuche gemacht haben ▶️👉

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