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1.000 Meilen geschafft – aber jetzt beginnt der Ernst: Unser Start ins Mittelmeer-Abenteuer đŸš€đŸŒŠ

  • Autorenbild: Barbora
    Barbora
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

.....und tschĂŒss, Komfortzone!


Eigentlich hĂ€tten wir uns richtig freuen mĂŒssen. Wir hatten gerade 1.000 Meilen unserer Überfahrt heilÂ ĂŒberstanden – einmal quer vom Atlantik bis an die Schwelle des Mittelmeers. Freunde, Familie und viele, die uns online begleiteten, gratulierten uns begeistert. 🎉⚓


Aber die Euphorie
 na ja
 sie kam etwas gedÀmpft.

Der Unfall in CĂĄdiz steckte uns noch in den Knochen. Und vor uns lagen weitere 3.000 Meilen, die wir eigentlich in zwei Monaten schaffen wollten.

Zwei Monate!

Wir! Vollblut-Einsteiger! 🙈


Und doch
 wir kannten jetzt unseren Rhythmus. Wir waren eingespielter. Reifer. MĂŒder – ja – aber auch motivierter denn je.


Eine Woche warteten wir in La LĂ­nea auf gutes Wetter.

Der Wind? Eher so „meh“. Aber es sollte zwei Tage halbwegs ruhig bleiben. Also verabschiedeten wir uns von Petra und AndrĂ©, gaben Frannie – unserer geliebten Cocker-Oma – noch einen Abschiedskuss auf den Kopf, zogen den Anker
 und los ging’s.


Neue Etappe. Neues Segelgebiet. Neue Regeln.




Spanische SĂŒdkĂŒste – 300 Meilen, keine Bucht, kein Versteck


Wir wollten an der KĂŒste Meilen machen – und vor allem: keine Nachtfahrt.

300 Meilen lagen vor uns, immer schön der KĂŒste entlang.


Es war Mitte Juni, angenehm warm, und wir – die zwei grĂ¶ĂŸten Frostbeulen auf See – genossen endlich das Wetter. Endlich Sonne! Endlich T-Shirt! Endlich nicht wie Michelin-MĂ€nnchen verkleidet! đŸ˜„â˜€ïž

Der Wind?

Sagen wir so: Er war anfangs im Urlaub.

Das Meer war spiegelglatt, und wir tuckerten mit dem Motor dahin. Nicht ideal fĂŒrs Segeln, aber hey: Wir mussten nicht gegen Monsterwellen kĂ€mpfen. Das war uns schon dankbar genug.




Fuengirola – Motril – Almerimar: 12 Stunden Motoren, leichter Schwell, kaum Schutz


Unsere ersten Tage im Mittelmeer waren
 nun ja
 eher gemĂŒtlich.

Wir ankerten vor Fuengirola – die Bucht offen, wenig Schutz, aber durch den schwachen Wind ging es.

Ankern mit Katamaran vor Fuengirola

Dann weiter Richtung Herradura und spÀter nach Almerimar. Immer rund 50-Meilen-Tage, immer viel Motor, wenig Segel.


Mittelmeer eben.


Schön, aber launisch. Und fĂŒr Segler manchmal die personifizierte „Mach doch allein!“-Energie.


Vor Almerimar erlebten wir aber eines der sĂŒĂŸesten Highlights:

Eine Gruppe Jugendlicher kam schwimmend zu uns und fragte völlig begeistert, ob sie von Maido springen dĂŒrften. Wir mussten lachen – klar durften sie!

Die Freude? Unbezahlbar. Die Energie? Ansteckend.




Cabo de Gata – der Moment, in dem das Mittelmeer sein wahres Gesicht zeigt


Dann kam Cabo de Gata.

Dieser wilde, wunderschöne, ungezÀhmte Naturfleck, den wir schon vom Camper kannten.


Und dort kam endlich Wind.

So richtig Wind.15 Knoten
 dann 18
 dann 20
 und beim letzten StĂŒck standen wir mit 25 Knoten am Ankerplatz.

Aber:

Der Wind kam vom Berg. → Also kaum Welle.

Heißt: Maido hing wie ein tollwĂŒtiger Drache am Anker fest, aber es blieb ertrĂ€glich. 😅


Nur wenige Boote lagen dort. Und am nÀchsten Morgen, als alle ablegten, taten wir es ihnen gleich.

Und dann zeigte uns das Mittelmeer, dass wir bisher nur die EinfĂŒhrungsrunde erlebt hatten.




30 Knoten. Auf die Nase. Direkt um die Ecke. Willkommen im neuen Level.


Sobald wir um die Ecke des Kaps kamen, knallten uns 30 Knoten Gegenwind entgegen.

Der Vorteil: Es war frĂŒh. Die Welle war noch klein.


Der Nachteil: 30 Knoten sind
 nun ja
 30 Knoten.


Maido kÀmpfte. Wir auch.

Es war unangenehm, rumpelig, anstrengend – aber die Landschaft ringsum war atemberaubend.



Eigentlich wollten wir an diesem Tag 60 Meilen schaffen.

Geworden sind es
 20.

Mit Ach und Krach.


Und in genau diesem Moment, klitschnass, durchgeschĂŒttelt, am Ende unserer Geduld wussten wir:


Ab jetzt wird die Mittelmeer-Route keine Kaffeefahrt.

Sondern ein neues Abenteuer-Level.


Und es wartete schon auf uns.



Im nĂ€chsten Blog erzĂ€hle ich dir, wie es weitergeht
 🌊⚡

Und glaub mir: Das Mittelmeer hat noch einiges in der Hinterhand.



👉zurĂŒck zu dem Atlantik-Abenteuer gelangst du hier

👉wie wir den Gibraltar verlassen haben, kannst du dir hier im Video anschauen

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